Moin!

Herzlich willkommen auf den Seiten der zertifizierten Natur- und LandschaftsführerInnen der AktivRegion Alsterland!

Wir bieten Erwachsenen und Familien interessante und vor allem erholsame Naturerlebnisspaziergänge und zeigen Ihnen schöne Plätze und Schätze im südlichen Schleswig-Holstein, in den Kreisgebieten von Stormarn, Segeberg und Lauenburg.

 

Ob Moor, Wald oder Fluss - ob Libelle, Grünspecht oder Frosch - wir möchten Ihnen mit viel Spaß Wissenswertes über die einheimische Tier- und Pflanzenwelt vermitteln. Dabei können Sie mit allen Sinnen der Schönheit und dem Reichtum unserer Natur begegnen.

Wir freuen uns, wenn wir Ihr Interesse wecken können und somit einen Beitrag zum sanften Tourismus in der Alsterlandregion leisten. Stöbern Sie auf unseren Seiten und setzen sich gerne mit uns in Verbindung. Es gibt viel zu entdecken im Alsterland!

 

Was macht der Winter?

Ein Blick aus dem Küchenfenster offenbart Unerwartetes. Ein zartes Weiß beugt sich über den Rasen, das erste Schneeglöckchen hat sich getraut! Und ebenso haben sich bereits die ersten Krokusse hervor gewagt. Hoffen wir also, dass die ersten zarten Blümchen des Jahres nicht in den nächsten Tagen unter Mengen von Neuschnee untergehen müssen. Erfreulich neben dem Anblick wirkt aber auch die Tatsache, dass Schneeglöckchen zu den sogenannten "Zeigerpflanzen" gehören, also Pflanzen, die im Sinne der Phänologie eine bestimmte Jahreszeit einläuten. Demzufolge hat damit nun der Vorfrühling begonnen - quasi die erste Jahreszeit nach dem Winter und tendenziell eher zwei Wochen zu früh; dafür war es im Dezember und Januar bei uns schlichtweg zu mild. Ebenso können die ersten Blüten von z. B. Haselnuss, Erle oder Weide anzeigen, dass der Winter allmählich geht.


Trotzdem sind wir ja noch früh im Jahr, früh genug, um einige "Kandidaten" des Jahres 2018 vorzustellen, gewählt von verschiedenen Naturschutzverbänden.

Der BAUM des Jahres ist die Esskastanie. Im Gegensatz zur bei uns weit verbreiteten Rosskastanie ist der auch als Edelkastanie bezeichnete Baum schon viel länger bei uns heimisch. Bei den Früchten handelt es sich um die - im gerösteten Zustand - wohlschmeckenden Maronen.

Der VOGEL des Jahres ist der Star. Früher noch als Massenvogel auf dem Land weit verbreitet und oftmals in Form von spektakulären Schwärmen in der Luft sichtbar, geht es auch diesem Kandidaten mittlerweile leider immer schlechter. Grund genug, sich diesen Schönling und begnadeten Stimmenimitator wieder einmal ins Gedächtnis zu rufen.

 

Die BLUME dieses Jahres ist der Langblättrige Ehrenpreis. Diese Blume ist nicht bloß hübsch anzuschauen; sie ist auch als Vertreter eines wichtigen aber nach und nach schwindenden Ökosystems gewählt worden: der naturnahen Flussauenlandschaft.  

Das WILDTIER des Jahres ist die Wildkatze. Kaum einer bekommt sie zu Gesicht, und selbst dann wären wohl nur Experten in der Lage, sie von der Hauskatze zu unterscheiden. Die Wildkatze ist im Gegensatz zur Hauskatze die bei uns ursprünglich beheimatete Katzenart. In ihrem natürlichen Lebensraum benötigt die Wildkatze permanenten Schutz durch Bäume und Buschwerk - sie mag nur wenige hundert Meter ohne ausreichende Deckung wandern und ist daher mehr als die meisten anderen Säugetiere auf die konsequente Vernetzung von Grünzügen angewiesen.

Die Aufzählung ließe sich noch um verschiedene weitere Pflanzen und Tiere des Jahres fortsetzen, aber eigentlich ist es auch nicht so wichtig, ob man ein Gewächs oder ein Tier "mit Auszeichnung" sieht oder sich einfach an den ersten Frühblühern oder z. B. an rot leuchtenden Gimpelmännchen im Gebüsch erfreuen kann. In diesem Sinne: die ersten Sonnenstrahlen und längeres Tageslicht genießen und gucken, was es auf den bekannten (und unbekannten) Spazierwegen so alles Neues gibt.

Bis zur nächsten Tour!

    Ihre Natur- und LandschaftsführerInnen

"Nur wer ein Auge dafür hat,

sieht etwas Schönes und Gutes

in jedem Wetter; er findet Schnee,

brennende Sonne, Sturm und ruhiges

Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern

und ist im Grunde damit zufrieden,

dass die Dinge so sind, wie sie sind."

(Vincent van Gogh)